Den Garten winterfest machen Teil 3: Laubrechen, Entsorgen und Kompostieren
veröffentlicht am 03.11.2015 11:25 in Tipps & Tricks, verwendete Tags: Laub Laubkehren Gartenhäcksler Gartenschredder Häcksler Schredder Gartengeräte Garten Winter winterfest

Baum mit bunten BlätternLaubbäume bringen Gemütlichkeit in unsere Straßen und Gärten. Im Sommer spendet die dichte Baumkrone angenehmen Schatten, im Herbst sorgt sie für ein sich täglich änderndes Farbenmeer. Doch die schönen bunten Blätter lösen nicht überall ungeteilte Freude aus. Für viele Hausbesitzer und Mieter bedeutet das auch viel Arbeit, wenn das Laub auf den Straßen und Gehwegen herabfällt. Eine weitere Gefahr stellen unter anderem auch Eicheln und Kastanien dar, über die man stolpern könnte.

 

Die Hausbesitzer sollten daher ihr Grundstück auf verschiedene Gefahrenquellen untersuchen, um diese umgehend zu beseitigen. Denn Sie haben die Pflicht für die Sicherheit zu sorgen, sodass keiner zu Schaden kommt. Wird dies nicht wahrgenommen, haften die Eigentümer für sämtliche Schäden, sowohl für Sach- als auch für Personenschäden. Wenn ein Gehweg zusätzlich an das Grundstück angrenzt, ist man verpflichtet diesen von den Blättern zu befreien. Das trifft selbst zu, wenn die Bäume am Straßenrand gar nicht Ihnen selbst, sondern der Stadt oder Gemeinde gehören.

 

Sie haben es dann mit zweierlei Arten der Entsorgung zu tun. Das Laub, welches von den eigenen Bäumen auf den Fußweg gefallen ist, sollte auf Ihrem Grundstück vernichtet werden. Man könnte es zum Beispiel kompostieren oder als Frostschutz für Gartenpflanzen verwenden. Allerdings die Blätter von Bäumen, die auf öffentlichen Straßen stehen, werden oft von der Gemeinde oder Stadtreinigung entsorgt. Deshalb würde es genügen, wenn der Eigentümer das Laub der Gemeindebäume zu einem Berg zusammenkehrt.

 

Blätter auf dem Gehweg

 

 

Der Hausbesitzer muss im Herbst aber nicht ständig auf der Lauer liegen, ob wieder ein paar Blätter auf den Weg geweht wurden. Bei einem normalen Laubfall muss daher nichts unternommen werden, allerdings wenn es sich um eine zentimeterstarke geschlossene Decke handelt, liegt eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht vor.

 

Aber selbst die Fußgänger haben eine Eigenverantwortung. Denn es muss im Herbst einfach damit gerechnet werden, dass Straßen und Bürgersteige nass und rutschig sind. Man kann nicht morgens um sechs Uhr mit der Erwartung aus dem Haus gehen, dass die Fußwege von den Blättern befreit wurden. So sollte man immer selbst darauf achten, dass man nicht auf dem Laub ausrutscht.

 

Wohnungseigentümer übertragen das Rechen oftmals an ihre Mieter oder an Hausmeisterdienste. Dies muss allerdings vorab im Mietvertrag geregelt sein. Er entzieht sich damit aber nicht der Verkehrssicherungspflicht und ist dafür verantwortlich, die Räumung zu überwachen.

 

Blätter auf dem RasenNicht nur auf öffentlichen Wegen ist das Laub unerwünscht. Auch auf Ihrem Rasen drohen sonst im Frühjahr gelbe Stellen. Aus diesem Grund sollte das Laub hier auf jeden Fall zusammengefegt werden. Ob Sie dies mit einem Rechen, Besen oder Laubsauger erledigen, ist Ihnen da völlig freigestellt.

Schubkarre mit Bkättern

Doch wohin mit all den bunten Blättern?

 

Jetzt haben Sie Ihr Laub ordentlich zusammengekehrt und es stellt sich die Frage wie man die Blätter am besten beseitigen könnte. Als erstes entsorgen Sie Ihr Laub bitte nicht im Wald, dies könnte ein Bußgeld zur Folge haben. So wollen die Förster verhindern, dass fremde Baumblätter, die artenreichen Waldränder zerstören. Verbrennen wäre außerdem auch keine gute Lösung, da dies von vielen Gemeinden verboten wird. Am besten besorgen Sie sich diesbezüglich die Informationen von Ihrer Kommune.

 

Die Biotonne eignet sich nur bedingt als Ort für abgefallenes Laub. Leider ist die Kapazität sehr begrenzt, da sie zusätzlich noch Platz für andere organische Abfälle bieten muss. Aus diesem Grund ist es ratsam, für diese Art der Entsorgung, vorerst die Blätter in einem Häcksler zu zerkleinern. Dieser reduziert das Volumen deutlich und spart eine ganze Menge an Platz. Mit den Gartenhäckslern von DENQBAR sind sie auf der sicheren Seite.

 

Einen Teil des Laubes kann man auch kompostieren. Auch hier empfiehlt es sich, die Blätter zu zerkleinern, da so der Zersetzungsprozess beschleunigt wird. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass der Anteil von Laub nur ungefähr zwanzig Prozent des Gesamtkompostes ausmacht. Günstig dafür ist eine Mischung aus anderen organischen Materialien.

 

Welche Bioabfälle für den Kompost geeignet sind können Sie der folgenden Tabelle entnehmen.

 

Materialien

Beschreibung

Eignung

Papier Kein Problem bei geringen Mengen. Verzichten Sie jedoch auf Hochglanzpapiere und bunte Zeitungen oder Drucke. Ist geeignet
Gekochte Speisen + Fleischreste Dürfen nicht in den Kompost. Fleischreste riechen unangenehm und ziehen Ungeziefer an. Ist nicht geeignet
Äste + Holz Gehäckselte Äste können gerne verwendet werden, sowie unbehandeltes, kleingemachtes Holz. Ist geeignet
Laub-  und Pflanzenreste Sind gut kompostierbar. Am besten zerkleinern und zusammenmischen. Ist geeignet
Grasschnitt Gras vorher trocknen, sonst Schimmel- und Brandgefahr. Mit Holz, Erde oder ähnlichen auflockern. Ist geeignet
Unkraut Werfen Sie gepflücktes Unkraut nicht in den Kompost. Verbreitet sich sonst ganz schnell im ganzen Garten. Ist nicht geeignet
Obst- und Gemüse Gern, aber nur ungekocht verwenden. Ist geeignet
Schalen von Zitrusfrüchten Mit Pflanzenschutz behandelte Schalen neigen schnell zu Schimmelbildung. Ausnahmen sind hier Bio Früchte. Ist nicht geeignet
Bananenschalen Auch diese sind oft belastet, zudem brauchen sie eine Ewigkeit um zu verrotten. Ist nicht geeignet
Kaffee- und Teesatz Kaffee- und Teesatz dürfen sogar mit Filterpapier kompostiert werden. Ist geeignet
Hausmüll Organisches Material wie gebrauchtes Katzenstreu oder Staubsaugerbeutel sollten Sie aus hygienischen Gründen nicht in den Kompost geben. Ist nicht geeignet
Asche Ist sehr empfehlenswert, denn es handelt sich dabei um einen hervorragenden Dünger. Ist geeignet

 

Laub welches nur langsam verrottet, wie zum Beispiel Walnuss-, Eichen-, Kastanien- oder Pappelblätter, sollte man zwingend vorher häckseln. Denn sie benötigen sonst über mehrere Jahre, um vollständig zu verrotten.

 

Im Herbst bietet sich an, das im Sommer gesammelte Grünzeug mit den neu angefallenen Pflanzenresten, in einem offenen Komposthaufen zu vermengen. Dazu sollte zusätzlich ungefähr drei Prozent fertiger Kompost beigemischt werden, damit alle notwendigen Mikroorganismen den Vorgang beschleunigen. Zusätzlich gehören etwa zehn Kilogramm Gesteinsmehl je Kubikmeter und fünf Kilogramm Algenkalk oder Hüttenkalk dazu. Gesteinsmehl reduziert die Geruchsbildung und reichert den Boden mit Mineralien an. Kalk dagegen bindet bei dem Prozess die organischen Säuren.

 

LaubhaufenMithilfe des Laubes kann man auch Schutz für die Tiere im Winter schaffen. Einfach im Garten an geeigneten Stellen die Blätter zu einen Haufen zusammenkehren. Dieser dient hervorragend als  Unterschlupf für nützliche Kleintiere wie zum Beispiel den Igeln.

 

Sollten Sie jetzt immer noch Laub übrig haben, könnte ein sinnvoller Platz, die Gartenrabatte sein. Die Blattmasse sorgt dort für ausgeglichene Bodenfeuchtigkeit und schützt Ihre Pflanzen vor Frost. Dabei ist aber darauf zu achten, dass die Laubschicht nicht zu dick sein darf, denn sonst könnte damit Fäulnis unterstützt werden.

 

Wenn Sie allerdings keinen Platz für einen Komposthaufen besitzen und auch Ihre Blumenbeete gut vor dem Winter geschützt sind, können Sie das Laub auch einfach bei einem Werkstoffhof abgeben. In einigen Gemeinden nehmen die Recycling- Höfe Herbstlaub und Grünabfälle aus dem Garten kostenlos entgegen.

 

Wir hoffen unser Blogbeitrag konnte Ihnen weiterhelfen, um Ihren Garten sicher für den Winter zu machen. Falls Sie Fragen oder Anregungen für uns haben, können Sie uns gern kontaktieren.

 

Bis zum nächsten Mal.

Ihr DENQBAR Team