7 Tipps fürs richtige Rasenmähen
veröffentlicht am 20.04.2016 12:44 in Tipps & Tricks, verwendete Tags: DENQBAR Garten Tipps Rasen Gartengeräte

Ein gesunder Rasen ist das A und O für einen gepflegten Garten. Dabei ist es mit der Aussaat allein nicht getan. Dass ein widerstandsfähiger Grasteppich permanent umsorgt werden muss, ist für Sie sicherlich nichts Neues mehr. Damit Ihr Rasen dicht, grün und lückenlos wächst, kommen Sie nicht um das Rasenmähen herum. Häufig beruht man sich auf Ratschläge von Nachbarn und Bekannten, allerdings kann in der Hektik schnell mal ein guter Tipp in Vergessenheit geraten. Deswegen möchten wir Ihre Erinnerungen mit unserem kleinen Ratgeber ein wenig auffrischen. Dabei gehen wir auf die wichtigsten Punkte des Rasenmähens ein. Seien Sie gespannt!

 

Warum sollten Sie überhaupt Ihren Rasen mähen?

Das Rasenmähen kommt ins Spiel, wenn im Frühjahr die Grashalme in die Höhe schießen. Die Kunst dabei ist, den Rasen so zu trimmen, dass man das meiste Potenzial daraus schöpft, ohne die Grünfläche dabei zu überfordern. Durch ein gezieltes Abschneiden der Pflanzen sorgen Sie dafür, dass diese kräftig nachwachsen und gleichzeitig gestärkt werden. Also führt ein regelmäßiger Rückschnitt zu einem widerstandsfähigen und dicht wachsenden Gras. Das ist nicht nur für uns ein Grund zur Freude, denn auch unsere tobenden Vierbeiner erfreuen sich über den weichen grünen Teppich. Also ran an den Rasenmäher und schon kann’s losgehen.

Katze lauert im Gras

 

1. Scharfe Messer einsetzen

Wer kennt das nicht aus der Küche? Frisches Gemüse, Obst und Fleisch lässt sich viel besser mit einem gut geschärften Messer schneiden. Stumpfe Klingen dagegen sorgen oft für ein schlechtes Schnittergebnis und eine Menge Frust. Genauso verhält es sich auch beim Rasenmähen. Sind die Messer scharf, wird Ihr Gras gleichmäßig abgeschnitten. Wurden die Klingen jedoch zu stark abgenutzt, können einige Grashalme nicht mehr sauber gekürzt werden, was zu einem unordentlichen Endergebnis führt.

Aus diesem Grund schadet es nicht, wenn Sie Ihren Rasen nach dem Mähvorgang etwas genauer unter die Lupe nehmen. Weicht die Länge der Gräser stark voneinander ab oder sind diese sogar ausgefranzt? Dann sollte das Messer ausgetauscht werden. Falls Sie Ihren Rasen öfters mähen, empfehlen wir einmal jährlich die Klinge schärfen zu lassen. Ideal dafür wären die Wintermonate, da das Gras zu dieser Zeit entweder unter einer Schneedecke verborgen liegt, oder durch die niedrigen Temperaturen im Wachstum gehemmt wird.

   

2. Rasenmähen und Feuchtigkeit

Für den Rasenschnitt wählen Sie am besten einen trockenen Tag. An Regentagen sollte man pausieren, da das nasse Gras den Rasenmäher zu stark beanspruchen würde. Das Schnittgut verklumpt und gelangt nur schwer in den Fangkorb. Zusätzlich kleben die Halme schnell am Messer, wodurch kein einheitliches Schnittbild mehr gewährleistet werden kann. Nasser und durchweichter Boden kann außerdem für das Einsinken der Räder des Mähers sorgen, was schlimmstenfalls die Wurzeln der Gräser beschädigen könnte.

Wir empfehlen deshalb lieber einen Tag länger abzuwarten, damit der Rasen vollständig von der Sonne getrocknet wird. Bedenken Sie dabei: Je höher das Gras, desto mehr Zeit wird benötigt, um das Wasser vollständig verdunsten zu lassen.

Nasses Gras mit Regentropfen

 

3. Wöchentlich mähen

Regelmäßiges Mähen ist unabdingbar. Durch einen wiederkehrenden Schnitt erreichen Sie eine vielseitige Verzweigung und der Rasen verdichtet sich besser. Sieben Tage sind ein guter Richtwert für die Schnittfrequenz. Allerdings könnte das für die Monate Mai und Juni sogar zu wenig sein, da in diesem Zeitraum die Gräser besonders schnell wachsen.

Ein weiterer Punkt, den wir nicht unbeachtet lassen sollten, ist die Art des Rasens. Hat man für die Aussaat beispielsweise die bekannte Sorte „Berliner Tiergarten“ verwendet, so muss häufiger gemäht werden. Schließlich wächst dieses Gras in der Woche durchschnittlich einen Zentimeter mehr als hochwertigere Sorten.

 

4. Die passende Schnitthöhe

Manche Hobbygärtner schneiden ihren Rasen so weit wie möglich herunter, damit Sie diesen nicht wieder so schnell kürzen müssen. Doch das ist nicht immer vorteilhaft. Ein sehr kurz geschnittenes Gras besitzt eine geringere Blattoberfläche und kann deshalb auch weniger Licht für die Photosynthese aufnehmen. Dementsprechend wird weniger Chlorophyll gebildet und kann einen einst noch grünen Rasen schnell in eine ungeliebte gelbliche Farbgebung tauchen.

Wer allerdings sein gesundes Gras zu schätzen weiß, sollte die richtige Schnitthöhe und die 1/3 Regel beachten. Das bedeutet, dass man nicht mehr als ein Drittel der Blattmasse abmähen sollte. Wenn Sie also eine Rasenhöhe von 4 Zentimetern bevorzugen, sollten Sie spätestens bei 6 Zentimetern zum Rasenmäher greifen.

Grundstück mit Wiese und Rasenmäher

Da die meisten Mäher über höhenverstellbare Räder verfügen, wird das Einstellen der Schnitthöhe kinderleicht. Wir empfehlen Ihnen mit einer Höhe von circa 4 Zentimetern zu arbeiten. Von weniger ist aus dem oben benannten Grund eher abzuraten. Wer dennoch einen typisch englischen Rasen bevorzugt, sollte für ein permanentes Nährstoffangebot sorgen, um der Gelbfärbung entgegenzuwirken.

 

5. Gefälle und Böschungen

Das Rasenmähen an Böschungen und Gefällen ist immer mit einem größeren Risiko verbunden. Bergauf schiebt sich ein Mäher deutlich schwerer und bergab zerrt er Sie förmlich hinterher. Kommt man noch ins Stolpern, kann diese Situation echt gefährlich werden. Aus diesem Grund sollten Sie bitte immer quer zum Hang mähen und niemals bergauf oder bergab! Schließlich bewegt man sich so durchweg auf einer Höhe und kann sich dabei selbst sehr gut absichern. Außerdem verhindern Sie dabei zusätzliche Verletzungen der Grasnarbe durch Bodenunebenheiten.

 

6. Äste, Laub, Steine und Unkraut

Nur selten besteht ein Rasen im Garten aus reinen Gräsern. Zahlreiche Wildkräuter wie Löwenzahn, Gänseblümchen und Klee fühlen sich zwischen den Grashalmen besonders wohl. Empfindet man diese Kräuter als störend, sollte man nicht unbedingt gleich zur Chemie greifen. Die bestbewährte Methode ist hier immer noch das Ausstechen der unerwünschten Pflanzen, bevor diese mit der Samenbildung begonnen haben.

Unkraut auf einer grünen Wiese

Stößt man beim Mähen auch noch auf Äste und Steine, sollten diese unbedingt beiseitegelegt werden. Wer glaubt, dickere Zweige einfach mit dem Rasenmäher klein zu schreddern, kann sich wohl oder übel bald nach einem neuen Modell umsehen. Die Messer sind speziell auf die Gräser abgestimmt und daher wesentlich feiner. Hier würde nur ein Gartenhäcksler Abhilfe verschaffen.

Im Herbst nutzen viele den Rasenmäher, um das angefallene Laub in einem Zug einzusammeln und zu zerkleinern. Das funktioniert bei allen Geräten wunderbar, die mit einem Auffangbehälter ausgestattet sind. So können Sie Ihren Rasen mähen und gleichzeitig das Laub zerkleinern.

 

7. Ruhezeiten beachten

Damit es zu keinen Unstimmigkeiten zwischen Ihnen und Ihren Nachbarn kommt, haben wir uns zu guter Letzt noch mit dem Gesetz auseinandergesetzt. Im Sinne des Nachbarschaftsfriedens sollten Sie es vermeiden, an Sonn- und Feiertagen Ihren Rasen zu mähen. Denn an diesen Tagen ist es üblich, dass die Menschen ihre freie Zeit auf der Terrasse genießen und nicht von einem lärmenden Geräusch gestört werden wollen.

Gerade berufstätige Hobbygärtner nutzen gerne unter der Woche die milden Abendstunden, um ihren Rasen zu pflegen. Leider oft zum Leid anderer, da viele ihren Feierabend gemütlich ausklingen lassen wollen. Theoretisch ist das aber mit dem abendlichen Mähen kein Problem, wenn die Arbeiten bis spätestens 19 Uhr beendet sind. Frühaufsteher können übrigens in der Woche auch schon ab frühs um 7 zum Rasenmäher greifen, ohne dabei Ärger zu bekommen.

Füße im Garten hochlegen

Wir hoffen, dass Ihnen unsere Tipps gefallen haben. Vielleicht findet ja der ein oder andere Ratschlag bei der nächsten Mähaktion in Ihrem Garten Verwendung. Kennen Sie schon unsere Facebook-Seite? Dort finden Sie täglich neue Informationen rund um den Garten- und Heimwerkerbereich.

Bis zum nächsten Mal.
Ihr DENQBAR Team